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Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter, Stadtrat BfH/DIE LINKE Rottenburg

Vorbeugung macht sich bezahlt

„Sozialarbeit an Schulen ist, wie der Name schon sagt, eine Aufgabe der Jugendhilfe und nicht eine Aufgabe der pädagogischen Institution Schule.“ Diese wirklichkeits- und praxisferne Auffassung von Schulsozialarbeit, wie sie Kultusministerin Marion Schick äußerte (Landesschau, 5.10.10), widerlegten die Schulsozialarbeiter Martin Griesinger und Stefan Schmeckenbecher eindrucksvoll und anschaulich im Sozialausschuss.

Seit zehn Jahren verwirklicht die Hohenbergschule erfolgreich soziales Lernen. Gerade benachteiligte Schüler werden in ihren Fähigkeiten gestärkt. Eine bessere, gewaltfreie Lernatmosphäre ist eine wichtige Bedingung für den Erfolg aller. An der Kreuzerfeld-Realschule hat sich das Klima innerhalb eines halben Jahres dramatisch verbessert, so Griesinger. Von den drei Stellen, die BfH/ Die Linke bei den letzten Haushaltsberatungen beantragt hatte, ist seine halbe Stelle übrig geblieben. Am 15. Oktober wird die Realschule mit dem Siegel „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet: Herzlichen Glückwunsch! Dort wurde jetzt für behinderte Schüler gemäß der UN-Konvention zur Gleichstellung Behinderter eine barrierefreie Toilette eingerichtet. Täglich lernen alle, sich gegenseitig mit Schwächen und Stärken zu tolerieren.

Gemeindetagspräsident Roger Kehle sieht deshalb die Schulsozialarbeit als entscheidend für die Lern- und Sozialkompetenz der Schüler und fordert ihren Ausbau. Die Landesregierung müsse endlich wieder die Kosten übernehmen. Dem stimmt auch OB Neher zu. Denn seit 2005 hat die CDU-FDP-Landesregierung alle Gelder dafür gestrichen und den Kommunen 40 Mio. Euro jährlich für 770 Stellen aufgehalst. Aber Schulsozialarbeit hat längst den Geruch von „Brennpunktschulen“ in Notstandsgebieten der verfehlten Bildungspolitik verloren. Sie ist überall notwendig. Deshalb wird BfH/ Die Linke bei den Haushaltsberatungen den Antrag des Gesamtelternbeirats auf zwei neue Schulsozialarbeiterstellen für das Eugen-Bolz-Gymnasium und das Paul-Klee-Gymnasium unterstützen. Schließlich sind Schüler und Lehrer für eine humane Gesellschaft „systemrelevant“ und haben mindestens ebenso viel Steuergelder verdient wie manche Schrottbank!

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