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Nachrichten aus dem Kreisverband

Visionen für Rottenburg Rathausrunde der LINKEN

Städteplanung ist ein sozialer Prozess, an dem von Anfang an alle beteiligt werden müssen. So die Architekten Hübner und Forster bei der Planungswerkstatt für das Haus der Nachbarschaft im Kreuzerfeld. Fehle das Geld, finde die Zivilgesellschaft immer eine Lösung. Im Kreuzerfeld besitzt Rottenburg das letzte große Grundstück, auf dem ein Bürgerzentrum für ganz Rottenburg gebaut werden kann, bereits bezahlt über die Erschließungskosten der Anwohner. Im größten Stadtviertel mit fast 4.000 Einwohnern könnte auch für Bewohner des alten Kreuzerfelds, für die eine soziale Infrastruktur fehlt, eine Begegnungsstätte entstehen. Für junge Familien und Migranten gäbe es Kontaktmöglichkeiten, generations- und kulturübergreifend, für Familienfeste müsste man nicht in Teilorte ausweichen. Neben Betreuung, Beratung und Bewegung könnten ein Café – betrieben von der Lebenshilfe - und behindertengerechte Wohnungen entstehen. Statt auf dem Bermuda-Gelände die nächste Millionensanierung anzuzetteln, sollte die Verwaltung ein beispielhaftes Modell im Zentrum vom Kreuzerfeld errichten - eine Vision zum Vorzeigen über die Stadtgrenzen hinaus.

Ähnliches gilt für unsere Schullandschaft. Nach drei Jahren Verschleppung durch die Verwaltung soll auf dem Hohenberg für die Kernstadt eine Gemeinschaftsschule entstehen. Mit großer Mehrheit stimmten Lehrerkonferenz, Elternbeirat und Schulkonferenz für eine einheitliche Schule von Klasse 1 bis 10, damit Kinder nicht künstlich getrennt werden: Schulorte sind Lebensorte. Mit seinen Spiel- und Sportanlagen ist der Hohenberg ein idealer Campus von der Kita bis zur 10.Klasse. Auch hier muss die Planung alle Beteiligten einbeziehen und nach pädagogischen Erfordernissen entscheiden.

Erziehung, Nachbarschaft und Heimat gelingen, wenn Menschen für ihre Anstrengungen honoriert werden. Deshalb müssen Erzieherinnen und Integrationskräfte endlich angemessen bezahlt werden. Solange es keine Millionärssteuer auf das Geldvermögen von fünf Billionen Euro gibt, liegen soziale Projekte und Infrastruktur brach, leben über drei Millionen Beschäftigte trotz Arbeit in Armut. Unsere Vision ist, Armutslöhne auch vor Ort zu beseitigen, damit sich alle in unserer Stadt wohlfühlen.

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