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Nachrichten aus dem Kreisverband

Gerlinde Strasdeit, Fraktionsvorsitzende der Linken, Tübingen

Unser Vorschlag zum Tourismuskonzept: Schloss Hohentübingen und Tübinger Fass an die Bevölkerung zurückgeben

Früher haben auf dem Schloßhof und im Rittersaal Folk-Festivals, Tanzveranstaltungen, Konzerte und Empfänge stattgefunden. Ganze Grundschulklassen besichtigten das im Jahr 1546 erbaute Tübinger Fass. Jetzt dürfen im Schloßkeller nur noch die Fledermäuse Party feiern. Es ist ein Jammer, dass das Tübinger Schloss für Kulturveranstaltungen geschlossen ist und das zweitgrößte Weinfass der Welt von Schülern und Touristen nicht mehr besichtigt werden kann. Der Gemeinderat soll dafür sorgen, dass der Rittersaal, der Schlosshof und das Tübinger Fass für die Bevölkerung wieder attraktiv gemacht werden. In ihrem Antrag weist die Linke darauf hin, dass eine solche Wiederbelebung des Schlosses die beste Tourismuswerbung für Tübingen wäre.

Derzeit nutzt die Stadt seine besten Pfunde nicht, weil einige Tugendwächter das Schloss zur geräuschlosen Zone erklärt haben und das Kulturverbot am liebsten noch auf die gesamte Altstadt ausweiten wollen. Jährlich werden für das Tübinger Tourismuskonzept 500 000 Euro ausgegeben. Wegen einer Marmorvagina auf dem Schnarrenberg allein kommt niemand zusätzlich nach Tübingen. Die Wiedereröffnung des Schloss Hohentübingen kostet fast nichts und bringt viel. Für die ägyptischen Statuen fände sich ein anderer würdiger Platz und die Fledermäuse würden sich wie schon in früheren Jahrhunderten an die neue Situation anpassen.

Gerlinde Strasdeit, Fraktionsvorsitzende

Anlage: Antrag der Linken im Gemeinderat zum Tourismuskonzept
http://tuelpds.twoday.net/stories/120174846/

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