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Nachrichten aus dem Kreisverband

Gerlinde Strasdeit, LINKE-Stadträtin, Tübingen

Sparen bei den Kleinsten ist am gemeinsten

Erzieherinnen, die als sogenannte "zweite Kraft" bei der Kinderbetreuung arbeiten, sollen zukünftig in Tübngen nur als Kinderpflegerin bezahlt werden. Das ist eine neue grausige Idee, um qualifizierte Beschäftigte in niedrigere Löhne zu drängen. Auf ihrem Rücken soll der Haushalt saniert werden. Sehr richtig Herr Lucke, wenn man Erzieherinnen nicht gut bezahlt, findet man auch keine guten mehr. Das haben Sie laut Tagblatt vom 3.11. gesagt und ich möchte Sie bestärken, auch entsprechend zu handeln.


Dann habe ich mich hoffentlich im Sozialausschuss am 18.10. verhört, als Frau Schwarz-Österreicher und Herr Lucke mitgeteilt haben, dass die zweite Erzieherin in einer Gruppe nur wie eine Kinderpflegerin bezahlt werden soll. Das ist tarifvertraglich daneben. Wie wollen Sie das machen bei offenen Gruppen, bei den schon abgespeckten Randzeiten, bei der Anwendung des Orientierungsplans, bei den abgesenkten Verfügungszeiten?


All das wurde schon abgesegnet von den Sozialabbau-Grünen- und SPD-StadtratskollegInnen im Sommer. Dazu noch die saftigen Gebührenerhöhungen für die Eltern! Das ist ein Rückfall in die Ära Russ-Scherer - Herr Palmer! Unser Motto zur Haushaltskonsolidierung: Lieber OBEN STREICHEN! Bei den Bürgermeistern und ihren ReferentInnen, bei den Bonis der Geschäftsführer und Stadtwerkedirektoren! Nicht immer streichen bei den Kleinsten - denn da ist es am gemeinsten!

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