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Nachrichten aus dem Kreisverband

Bernhard Strasdeit, Tübingen, Linke-Kreisrat

Soziale Spaltung und Rassentrennung

Der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King wurde am 4. April 1968 in Memphis ermordet. Gernot Stegert erinnerte eindrücklich in seinem "Übrigens" daran. Für viele unserer Generation war und bleibt der Baptistenpfarrer ein Vorbild, auch für viele Nichtchristen.

Einen historischen Aspekt möchte ich ergänzen: King hielt sich am Tag seiner Ermordung in Memphis/Tennessee auf, weil er dort die Streiks der farbigen städtischen Müllarbeiter und den Kampf um die Anerkennung ihrer Gewerkschaft unterstützte.

Soziale Spaltung und Rassentrennung waren für ihn zwei Seiten einer Medaille. Am Vorabend seiner Ermordung hielt King eine nachdenkliche, aber auch kämpferische Rede in der Meason Temple Church, trotz vorheriger Bombendrohung. Dort sagte er: "Es ist nicht falsch, über Straßen zu reden, in denen Milch und Honig fließt, aber Gott hat uns befohlen, uns um die Slums hier unten zu sorgen, und um seine Kinder, die nicht einmal drei ausreichende Mahlzeiten pro Tag erhalten."