Nachrichten aus dem Kreisverband
Solidarität mit den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst
Solidarität mit den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst heißt das Gebot der Stunde! Die unerwartet hohen Steuereinnahmen 2011 ermöglichen für Kommunalhaushalte eine „Selige Eintracht unterm Goldregen“ (S. Wais) nicht nur in Tübingen, sondern landesweit. Während für Angestellte der Stadt Rottenburg im nächsten Haushalt Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate vorgesehen sind, wurden von den 7,7 Millionen Steuermehreinnahmen über eine Mio. Euro für eine vorzeitige Kreditrückzahlung verbraucht, vom Maximalgehalt für die Keppel-Nachfolge und den DHL-Kosten in zweistelliger Millionenhöhe nicht zu reden!
Bei solchen Ausgaben ist es eine unverschämte Provokation der öffentlichen Arbeitgeber, jetzt kein Lohnangebot vorzulegen. Zum 480.000 Salär des Jungpensionisten Wulf („Ehrensold“, Dienstwagen usw.) riskieren sie keine Silbe. Die Ver.di-Forderung von 6,5 Prozent, mindestens 200 Euro verhindert weiteren Lohnabbau für Beschäftigte, die ihrer Familie keinen Urlaub mehr zahlen können. Viele werden inzwischen so schlecht bezahlt, dass Tausende Stellen offen sind, wegen schlechter Aufstiegschancen fehlen Auszubildende.
6.200 Erzieherinnen werden bei uns bis 2013 gebraucht, damit jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Kita-Platz erhält. Hohe Belastung bei schlechter Bezahlung gefährdet die Qualität des Öffentlichen Diensts. Mit Hungerlöhnen werden neue Privatisierungen vorbereitet. Das Verhalten der Arbeitgeber schädigt nicht nur Kaufkraft und Konjunktur, sondern gefährdet den Öffentlichen Dienst als Grundlage unseres Gemeinwesens. Deshalb haben auch die Bürger ein Interesse an guter Bezahlung für gute Arbeit!

