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Nachrichten aus dem Kreisverband

Frederico Elwing, Gemeinderatskandidat

Frederico Elwing, Stadtrat

Sichere Wege für Kinder

Als Ende Juli in den Gemeinderat nachgerückter Stadtrat muss ich mich nun vielen Themen (neu) widmen, mit einigen bin ich als langjähriges Mitglied des Ortsbeirats Lustnau schon bestens vertraut. Die kommunalpolitischen Debatten fokussieren sich häufig auf einige wenige Themen und Konflikte. Viele andere wichtige kommen dabei leider zu kurz.

Letzte Woche hat das neue Schuljahr begonnen, auch die neuen ersten Klassen sind jetzt täglich auf dem Weg zur Schule. Zahlreiche Gefahrenquellen für Kinder könnten entschärft werden: mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und -kontrollen für Autos sowie Querungshilfen wie Zebrastreifen und Ampeln. Ohne diese sind querende Kinder gefährdet, besonders bei eingeschränkter Sicht, etwa durch parkende Autos. Warum ist es eigentlich notwendig, dass Eltern sich für sichere Schulwege engagieren, wie in Lustnau? Warum werden die Interessen der Kinder bisher nicht ausreichend berücksichtigt? Warum werden oft Gründe gefunden, die gegen Zebrastreifen sprechen?

Schulwege müssen sicher und gut alleine oder in der Gruppe mit den Nachbarskindern bewältigbar sein. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Verkehrspolitik in Tübingen nicht nur radfreundlicher, sondern auch fußfreundlicher und kinderfreundlicher wird.

Am Sonntag radelte ich wie viele andere Eltern mit ihren Kindern bei der „Kidical Mass“ für sichere Radwege für Kinder durch Univiertel und Innenstadt, durch die Mühlstraße und über die Neckarbrücke nach Derendingen. Neben einem guten Radwegenetz für sportliche oder motorisierte Radfahrende, braucht es auch ein sicheres Radwegenetz für Kinder und Jugendliche. Ziel muss sein, dass auch jüngere Kinder sicher selbst Rad fahren können und nicht noch die ganze Grundschulzeit in Anhänger, Lastenrad oder Auto chauffiert werden müssen.

Kinder sollten bei Verkehrsplanungen immer mitgedacht werden. Die Entsiegelung eines asphaltierten Gehwegs wie etwa in der Gartenstraße zwischen Tennisplätzen und Ruderverein erscheint zunächst ökologisch vorteilhaft. Aber der Weg wäre für Kinder, die gerade erst Radfahren lernen oder mit Roller und Inlinern so nicht mehr nutzbar. Oft sind es auch nur kleine Dinge, wie ein abgesenkter Bordstein oder eine Ampelschaltung, die verbessert werden müssten. Die Verkehrswende beginnt bei den Kleinen. Deshalb müssen ihre Wege zu Fuß oder mit dem eigenen Rad komfortabel und sicher werden.