Nachrichten aus dem Kreisverband
Schlosshof kulturell nutzen
Erst waren die Fledermäuse schuld, jetzt fehlt plötzlich ausreichend Fluchtweg. Um der Tübinger Bevölkerung und Konzertveranstaltern weiter den Schlosshof zu vermiesen, erfindet eine Koalition aus Landestheater und Paragrafenreitern der Univerwaltung immer wieder neue Hürden. Die Stadt sollte sich das nicht gefallen lassen.
Frau Rathe hat unsere Unterstützung, wenn sie nach Auswegen sucht. Für die notwendige Sicherheit einen zusätzlichen Notausgang zu organisieren, kann doch kein bauliches Hexenwerk sein. Wenn man will, dann geht es; fragen wir mal nach bei Schlossfestspielen in anderen Städten oder bei Flugzeugkonstrukteuren oder bei Architekturstudierenden im ersten Semester.
Verdis Nabucco auf dem Schloss war 2010 war ein tolles Opernerlebnis. Die jetzige LTT-Intendantin beschimpfte die polnischen Gast-Künstlerinnen als "Spargelgeiger". Der neue LTT-Intendant hebt sich von solchem Rassismus erfreulich ab und bekennt sich als "Wandertheatermensch". Er könnte mit gutem Beispiel vorangehen und zukünftig die Belebung der Kulturangebots im Schlosshof kreativ unterstützen.
Gerlinde Strasdeit, Stadträtin der Linken, Tübingen

