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Nachrichten aus dem Kreisverband


Rede zum Internationalen Frauentag

In diesem Jahr 2018 hat der 8. März als Weltfrauentag wieder an Aktualität gewonnen.

In den USA regiert mit Donald Trump ein Mann, der Frauen als Objekte betrachtet über die man frei verfügen und sich abwertend äußern kann und er ist nur ein prominentes Beispiel von vielen. Wir müssen uns dagegen stellen, dass Machtstrukturen aufrechterhalten und mit Sexismus oder sexualisierter Gewalt zelebriert werden.

Mit der AfD ist eine rückwärtsgewandte Partei in den Bundestag eingezogen, die nicht nur rassistisch, sondern auch frauenfeindlich ist. Eine Partei, die Alleinerziehende als gescheitert darstellt und mit radikalen Abtreibungsgegnern zusammenarbeitet.

Wir müssen uns dagegen stellen, dass andere sich in unsere Lebensmodelle und - entscheidungen einmischen wollen!

Der Frauenanteil im Bundestag ist historisch niedrig, im baden-württembergischen Landtag liegt er sogar nur bei 25%. Wir müssen dafür kämpfen, auch in den Parlamenten Politik paritätisch mitzugestalten!

Vor allem aber müssen wir noch immer für eine Umverteilung von Gütern und Arbeitsteilung kämpfen, denn Armut ist noch immer überwiegend weiblich!

Erziehungs- und Pflegarbeit wird meist von Frauen getätigt- unentgeltlich oder schlecht bezahlt, während gut bezahlte Jobs größtenteils von Männern ausgeübt werden.

Um diese Ungleichheit zu überwinden, wird Frauen suggeriert, sie sollten doch auch ihre Ellenbogen ausfahren und mit den Männern um gut bezahlte Jobs konkurieren.

Ja, Frauen sollen für ihre Arbeit gut bezahlt werden und sie sollen die Arbeit ausüben können, die ihnen Spaß macht.

Aber momentan wird vor allem die Arbeit gut bezahlt, die wirtschaftlichen Gewinn generiert. Pflege- und Erziehungsarbeit wird dadurch entwertet. Sie wird teilweise von Frauen aus ärmeren Ländern übernommen oder kommt -für die Frauen- als zusätzliche Arbeit zum Lohnerwerb hinzu.

Wir müssen dafür kämpfen, dass Erziehung und Pflege nicht zu Armut und Arbeitsüberlastung führen und dass sie von Männern und Frauen getätigt werden!

Wenn wir eine gesellschaftliche Veränderung zu Gunsten der Frauen wollen, müssen wir uns mit den Männern solidarisieren, so wie diese sich auch mit uns solidarisieren müssen.

Die Welt wäre um einiges menschlicher, wenn sich Frauen und Männer mehr Zeit für ihre Angehörigen und Freunde nehmen könnten- ohne die Angst im Nacken dies mit wirtschaftlichen Verlusten bezahlen zu müssen.

Nina Rupprecht, Kreisvorstand