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Nachrichten aus dem Kreisverband

Foto: Alexander Gonschior
Margrit Paal

Politisches und bauliches Desaster bei Stuttgart 21

Das politische und bauliche Desaster bei Stuttgart 21: vor der Volksabstimmung war klar, dass die Leistung des Tiefbahnhofs unter denen des Kopfbahnhofs liegt. Die Bahn und diverse Parteien haben mit falschen Zahlen die Zustimmung zu dem Projekt eingeholt. Die Volksabstimmung wird als Legitimation für das Weiter-so! am Bau missbraucht: wir sind der Umsetzung verpflichtet, es gibt kein Zurück.

Irrwitz: die Wendlinger Kurve. Erst wird die Notwendigkeit bestritten, um das Milliardengrab schönzurechnen. Teilweise bezahlen sollen es nun die drei anliegenden Landkreise. Der zweigleisige Ausbau bringt nichts, wenn die Züge Schlange stehen mangels Gleisen im Tiefbahnhof. Trotzdem wurde im Kreistag eine "Absichtserklärung" zur Mitfinanzierung beschlossen.

Jetzt: der Deutschlandtakt wird nicht umgesetzt. Die Verbindung ab Tübingen in einige Städte dauer zukünftig länger. Die Verschlechterung wird vom Landkreis bezahlt, obwohl Bahn und Bund für die Infrastruktur zuständig sind. Surreal die Diskussion: alle Fraktionen halten engagierte Reden gegen die Dreistigkeit der Kostenabwälzung. Devise: Weiter so! Dagegen gestimmt hat nur die Linke. Den zweigleisigen Ausbau und die Verbesserung des ÖPNV halten wir aus ökologischen und verkehrspolitischen Gründen für notwendig. Diese Millionen werden nun im Haushalt eingespart. Klar, die 100 Millionen Euro für die Kurve sind Peanuts im Vergleich zu den Gesamtkosten. Noch schlimmer sind die Sicherheitsmängel. Dort wird es im Notfall um Leben und Tod gehen.