Zum Hauptinhalt springen

Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter

OB Palmer will Kita-Standards aufweichen!

Kita-Ausbau: Wenn nicht jetzt, wann dann? Seit 2007 gilt das Bundesgesetz, ab 2013 für jedes Kind unter drei einen Kita-Platz anzubieten. Wenn jetzt über 200.000 von 780.000 Plätzen fehlen, ist das ein Versagen mit Ansagen von Schwarz-Gelb bis Rot-Grün auf dem Rücken von Kindern und Eltern.

Jahrelang gab es statt der Ausbauplanung nur einen kleingerechneten Bedarf und geschönte Zahlen. Erzieherinnen und Tageseltern werden so schlecht bezahlt, dass aktuell ca. 6000 qualifizierte Kräfte fehlen. Im März 2012 wurden in Baden-Württemberg nur 23,1 Prozent der Unterdreijährigen betreut. Der Regierungsbezirk Tübingen liegt mit 22,4 Prozent leicht darunter und ist von 33 Prozent weit entfernt!

„Exklusiv“ verkündete am Montag das Handelsblatt: OB Palmer will als erster grüner Bürgermeister die Kita-Standards aufweichen. Statt von Stuttgart ein Sofortprogramm für Personal und Bau zu fordern, wollen Palmer und Claus Schmiedel (SPD) den Rechtsanspruch der Eltern aufweichen. Dabei strömen momentan die Steuermehreinnahmen, im Land zwei Milliarden mehr als im Vorjahr. Rottenburg hat ca. zehn Mio. Euro auf der hohen Kante. Anstatt sie in den Kita-Ausbau zu investieren, gibt die Stadt einen zweistelligen Millionenbetrag für Gewerbe auf dem DHL-Gelände aus. Angeblich zur „Kaufkraftbindung“. Die beste Kaufkraftsteigerung wären mehr Arbeitsplätze, gute Löhne für die Beschäftigten und gebührenfreie Kitas. So könnten Eltern mehr ausgeben. Rottenburg darf sich beim Krippenausbau nicht von Privatinvestoren (Klause) abhängig machen, sondern Erzieherinnen brauchen bessere Löhne und Eltern Planungssicherheit!

Zurück zum Kopf der Seite