Nachrichten aus dem Kreisverband
Müllabfuhr in kommunale Hand
Im Kreistag wird derzeit diskutiert, ob die Müllentsorgung in Zukunft kreisweit von Privaten oder, wie bisher in der Stadt Tübingen, in kommunaler Regie weiter betrieben wird.
Wir begrüßen, dass auf unsere Initiative hin auch die vollständige Rekommunalisierung der gesamten Müllentsorgung geprüft wird.
Ein erstes Gutachten eines Parteigängers der Privatisierung liegt jetzt vor. Dieses Gutachten richtet sich erwartungsgemäß tendenziös gegen eine Rekommunalisierung und empfiehlt, die Entsorgung zukünftig per Tarifausstieg (TVöD) und 400 Euro Jobs billiger zu machen. Jetzt kommt es darauf an, dass auch die andere Seite gehört wird.
Der Kreis Tübingen kann kein interesse daran haben, dass über eine Vergabe an Private der Niedrigstlohnbereich ausgeweitet wird und das dabei gesparte Geld mit der anderen Hand für aufstockende Sozialhilfen ausgegeben werden muss.
Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine auskömmlichen Löhne bezahlen, sind Abzocker und für die Gesellschaft teuer. Die Beschäftigten in der Müllentsorgung haben Anspruch auf einen würdigen Arbeitsplatz und ordentliche Bezahlung. Sie dürfen nicht zu Sklaven degradiert werden.

