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Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter

Leserbrief zu Werkrealschulen

Haller-Haid (SPD) beklagt die ‚unnachgiebige Linie’ des Kultusministeriums gegenüber der neuen Werkrealschule (WRS) für DuGoNe. Im neuesten Gutachten zur Landesschulentwicklung (Bargel) findet man Gründe für Stuttgarts Starrsinn. Die WRS sind die erste „Schulreform“, für es bei Ende der Antragsfrist weder Schulversuche noch Bildungspläne gab – eine Reform in den blauen Himmel mit dem leeren Versprechen an Eltern, ihre Kinder könnten problemlos den Realschulabschluss machen.

Laut Hartmut Markert (GS-Rektor, Hechingen) sind die Lehrer für die berufsbezogenen Fächer nicht ausgebildet. Stuttgarts unnachgiebige Bedingung der Zweizügigkeit für WRS führt dazu, dass von den 1.176 Hauptschulen im Land 867 geschlossen werden, weil sie diese Bedingung schon jetzt nicht erfüllen. Bargel weist nach, dass das Festhalten am dreizügigen Schulsystem zu massiven Schulschließungen von 70 Prozent aller weiterführenden Schulen führen wird. Die Folge ist die Verödung ganzer Regionen, weil sich junge Familien nur in Orten mit sozialer Infrastruktur (Kitas, Schulen) niederlassen. Auch Handwerk und Kleinbetriebe ziehen dann weg.

Das gewollte Schulsterben aus reinen Kostengründen wird nur verhindert durch wohnortnahe, integrierte Gemeinschaftsschulen bis zur 10. Klasse, die das gesamte Bildungsspektrum anbieten. Damit könnten fast 70 Prozent der Gemeinden Schulstandorte bleiben. Es reicht nicht, sich mit Stuttgart um einzelne Details der WRS in DuGoNe zu streiten. Es ist höchste Zeit für Eltern und Bürgermeister, zur Erhaltung ihrer Kommunen aktiv zu werden – im Interesse ihrer Schüler, junger Familien und gegen die Verödung dieses schönen Landes!

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