Nachrichten aus dem Kreisverband
Kretschmann hängt an alten Zöpfen
Bernhard Strasdeit, Landtagskandidat der Partei Die Linke im Kreis Tübingen hat die im Schwäbischen Tagblatt veröffentlichten Äußerungen von Grünen-Fraktionschef Winfried Kretzschmann zurückgewiesen und fordert ihn auf, klar Stellung zu beziehen:
„Bisher war ich überzeugt, dass auch die Grünen den Politikwechsel in Stuttgart wollen. Die Linke, die als einzige Partei neben den Grünen gegen Stuttgart 21 kämpft, hat sehr wohl eine landespolitische Agenda. Sie ist die einzige Partei, die frischen Wind in den verkrusteten Landtag bringen kann. Wir stehen für längeres gemeinsames Lernen, sprechen uns für erneuerbare Energien und gegen Atomkraft aus, stehen für Integration durch kostenlose Kindergärten und für Sprachförderung für alle Kinder, setzen uns für mehr Bürgerbeteiligung ein. Damit stehen wir den Grünen näher als jede andere Partei im Landtag“.
Strasdeit hofft, dass auch Kretschmann die politische Schnittmenge mit der Linken dem reinen Machtkalkül vorzieht: "Wenn Winfried Kretschmann meint, momentan rieche es nicht nach Schwarz-Grün, so läßt das aufhorchen. Eine klare Koalitionsabsage in Richtung CDU sieht anders aus. Wir fordern Winfried Kretschmann auf, offen zu bekennen, welche Koalition die Grünen anstreben. Die Wählerinnen und Wähler haben ein Recht darauf zu erfahren, ob ein schwarz-grünes Bündnis im Raum steht oder nicht." Strasdeit verweist auf Erfahrungen im Saarland: Dort sind die Grünen mit der CDU eine Koalition eingegangen. Kürzlich hat die saarländische grüne Umweltministerin im Bundesrat eine Anti-Atomresolution abgelehnt, in der die Laufzeiten der Atomkraftwerke und ein zwingendes Mitspracherecht der Länder gefordert werden.
"Zu derlei Abstimmungsverhalten kann es nur durch eine Zusammenarbeit mit der CDU kommen. Das wollen wir in Baden-Württemberg nicht. Nur gemeinsam mit der Linken kann Baden-Württemberg in eine ökologische soziale und moderne Zukunft geführt werden.“

