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Nachrichten aus dem Kreisverband

Keine deutsche Kriegsbeteiligung in Mali!

Kürzlich zeigte der Film „Süßes Gift“ im Rottenburger Waldhorn Folgen einer falschen Entwicklungspolitik der EU-Länder in Afrika. Regierungen werden korrumpiert, unterstützt von zwielichtigen Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), Bauern werden als billige Baumwollproduzenten ausgenutzt, den Profit streichen Textilkonzerne ein.
„Die Afrikaner wissen nicht, dass das Geld dorthin zurückgeht, wo es herkommt“, sagt Muhamed Gueye im Film. Wohin das Geld zurückgeht, zeigt jetzt der Krieg in Mali, dem drittgrößtten Goldproduzenten Afrikas.

Der französische Militäreinsatz im „sagenhaften Reich voller Gold und Bodenschätze“ (FAZ) soll europäischen Konzernen Profite sichern. Das Land besitzt Erdöl, Erdgas, Phosphat, Kupfer und Bauxit. Der staatliche französische Atomkonzern Areva entdeckte kürzlich Uran. Von den Reichtümern hat das arme Land nichts, nicht einmal genug Trinkwasser und Wasser für Reis- und Gemüseanbau ist da. Dies ist der Nährboden für eine „reiche Ernte“ religiöser Terroristen unter der Bevölkerung.

Denn „Entwicklungshilfe“ dient wesentlich den Industrieländern, mit Billigprodukten der Discounter die Löhne der Beschäftigten bei uns niedrig zu halten: T-Shirts aus Fabriken in Bangla-Desh und I-Phones von Foxcon aus China, Tabak aus Afrika usw. Der aktuelle Krieg in Mali hat soziale Ursachen, da Afrika bewusst unterentwickelt und abhängig gehalten wird. Darum keine deutsche Kriegsbeteiligung, Herr Trittin! Statt Importen von US-Mais und EU-Billigfleisch müssen die Afrikaner selbstständig über ihre Entwicklung entscheiden, vor allem durch Bewässerung und den Aufbau einer regionalen Landwirtschaft zur Selbstversorgung.

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