Nachrichten aus dem Kreisverband
Grüne konservativer als die Konservativen
Was müssen die Grünen noch alles tun, bis der Letzte merkt, dass sie keine Alternative mehr sind. Überall, wo sie in der Regierungsverantwortung sind, handeln sie konservativer als die Konservativen. Palmer in Tübingen treibt es auf die Spitze. Willfährig macht er den Sparwahnsinn mit, der uns von der Bundesregierung und der Vorgängerregierungen aus Rot/Grün durch Steuersenkungen für Reiche eingebrockt wurde. Kein Wehren gegen das Ausbluten der Kommunen. Kein Wehren gegen Sozialabbau.
Die Saarländer Grünen haben im Bundesrat eine Resolution gegen Atomkraft abgelehnt. In Tübingen und in Hamburg bauen sie an Kohlekraftwerken mit. Ebenfalls in Hamburg waren sie bei der Elbvertiefung dabei. In Freiburg wollten sie Sozialwohnungen privatisieren. Wo man hinschaut erzkonservative Politik. Wie sagte es einmal ein Hamburger:"Die Grünen waren die aufmüpfigen Kinder der Wertkonservativen. Inzwischen sind sie erwachsen geworden und kehren in den Schoß ihrer Eltern zurück."
Wenn Kretschmann meint, momentan rieche es nicht nach Schwarz-Grün, so lässt das aufhorchen. Eine klare Koalitionsabsage in Richtung CDU sieht anders aus. Soll aus Schwarz/Gelb nur Schwarz/Grün werden? Die Linke, die als einzige Partei neben den Grünen gegen Stuttgart 21 kämpft, hat sehr wohl eine landespolitische Agenda. Sie ist die einzige Partei, die frischen Wind in den verkrusteten Landtag bringen kann. Wir stehen für längeres gemeinsames Lernen, sprechen uns für erneuerbare Energien und gegen Atomkraft aus, stehen für Integration durch kostenlose Kindergärten und für Sprachförderung für alle Kinder, setzen uns für mehr Bürgerbeteiligung ein. Klare Ziele oder?

