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Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter, Stadtrat

Für ein friedliches Zusammenleben und eine bessere Integration

Ich danke Gert Fleischer für die klaren Worte zum Verhalten des Landratsamtes bei der Asylantenunterkunft in Rottenburgs Weggentalstraße. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 6 Quadratmeter pro Hund bei Zwingerhaltung, aber nur 4,5 Quadratmeter Wohn- und Schlafraum pro Asylant. Weil es für das Landratsamt „lukrativ“ sein muss, werden 56 Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft und Nationalität in einer Sammelunterkunft von sechs Wohnungen mit fünf Toiletten und Bädern zusammengepfercht. In dem Haus der Kreisbau wohnten bisher 30 Personen. Also warum nicht gleich die Asylanten „in ein paar Container irgendwo auf freier Fläche“ (Dr. P. Cuno) abschieben?

Sowohl das deutsche Asylgesetz wie auch solche Äußerungen zeigen: Ihr seid hier unerwünscht, eure Notlage aus Krieg, Armut, Hungersnot interessiert uns nicht. Jeder Mensch hat ein Recht auf Würde, egal welcher Nationalität oder Religion. Denn niemand gibt seine Heimat, Familie und Kultur leichtsinnig und grundlos auf. Obwohl die Zahl der Asylbewerber 2011 angestiegen ist, liegt Deutschland weit unter dem EU-Durchschnitt, Österreich nimmt viermal mehr, Norwegen neunmal mehr auf.

In Rottenburg arbeiten und leben Menschen aus 106 Nationalitäten, mehr als in Tübingen. Für ein friedliches Zusammenleben und eine bessere Integration brauchen wir keine Abschiebung aufs freie Feld oder soziale Brennpunkte in Sammelunterkünften, sondern eine menschenwürdige Unterbringung mit maximal einer Familie pro Wohnung. Wir brauchen mehr Sozialarbeiter und MigrantInnen als Ansprechpartner in Verwaltung und Kitas und eine bessere Zusammenarbeit des Landratsamts mit Anwohnern und der Stadt.

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