Nachrichten aus dem Kreisverband
Eine neue „Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums“
Angesichts der großen zahlenmäßigen Verschiebungen zwischen Jung und Alt in den nächsten Jahren fordert Ulrich Bürger im neuesten Bericht des KVJS eine neue Prioritätensetzung: „Kein Kind und kein Jugendlicher darf verloren!“ Denn: Je weniger Junge, desto besser müssen sie ausgebildet sein, damit unsere Gesellschaft ihre Zukunftsaufgaben bewältigen kann. Dazu braucht sie alle Jugendlichen unter 18 Jahren. Bei uns im Ländle hat jeder dritte einen Migrationshintergrund. Sie sind eine „zentrale Säule der Zukunftsgestaltung“.
Entscheidend ist, die wachsende (Kinder-)Armut zu bekämpfen, sie „gefährdet in Zeiten des demografischen Wandels mehr denn je auch die Zukunftschancener Gesellschaft.“ (Bericht) Bundesweit gibt es momentan 1,9 Mio. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die in Armut aufwachsen, 642.000 leben seit mehr als vier Jahren in Armut. Im Ländle wächst jedes sechste Kind in Armut auf.
Deshalb ist es ein Skandal, wenn Andrea Nahles (SPD) die Anpassung der Hartz-IV-Regelsätze (seit 2008 unverändert) weiter verschleppt und Schäuble von 22 Mrd. Überschuss keinen Cent für preiswertes Wohnen rausrücken will. Das gefährdet die Zukunft von uns allen. Um die Bildungschancen von der sozialen Herkunft abzukoppeln, fordert Bürger eine frühzeitige Förderung und Bildung aller Kinder, eine bessere Bezahlung der Erzieherinnen und eine neue „Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums“. Wann nehmen die Regierenden in Berlin und Stuttgart solche Berichte endlich ernst?

