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Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter, Stadtrat, DIE LINKE Rottenburg

Die Lüge von der "demographischen Rendite" - ein Pendant zu den Wünschen von Rita Haller-Haid zum Ferienbeginn

Allen SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften im Kreis Tübingen einen guten Start ins neue Schuljahr! Denn es wird hart. An beruflichen Schulen besteht eine Bugwelle von Überstunden, die 2.000 Vollzeitstellen entsprechen, an den Gymnasien sind es 1.400 Stellen. Von 1.266 Krankheitsvertretungen sind 1.200 schon am ersten Schultag verplant. Wenn die Lehrerzuweisung nur noch für den Pflichtunterricht gilt, sind neue Gemeinschaftsschulen im Kreis Tübingen und der Ganztagsunterricht gefährdet: Förderung, Chor, Sport-, Musik-AGs werden Luxus.

Doch damit nicht genug: Kurz vor den Sommerferien verlangte Munding (CDU), Präsident des Landesrechnungshofs, die Streichung von 14.000 Lehrerstellen, weil die Schülerzahlen zurückgehen. Gehorsamst will Kretschmann bereits im nächsten Doppelhaushalt 3.500 Stellen streichen - gegen den scharfen Protest von Städte- und Gemeindetag und GEW („bildungspolitische Bankrotterklärung“). Was die CDU jahrelang nicht wagte, soll jetzt Grün-Rot durchsetzen. Zu Recht kann Theo Keck, Landeselternbeiratsvorsitzender aus Rottenburg, das populistische Gerede von der „demografischen Rendite“ nicht mehr hören. Denn mitnichten werden alle Lehrerstellen im Unterricht eingesetzt! Von den 93.500 Lehrerstellen sind 1.800 in der Verwaltung, hinzu kommen 9.000 Lehrerstellen, die z.B. in Elternzeit, im Ausland oder an den VHS sind. Wer jetzt Stellen streicht, betreibt keine Schulentwicklung, sondern gefährdet durch planlose Schulschließungen auch die Existenz von über 800 einzügigen Hauptschulen. Statt weiterer Mangelverwaltung brauchen wir wohnortnahe, gut ausgestattete Schulen mit kleinen Klassen in allen Schularten!

 

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