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Nachrichten aus dem Kreisverband

Dr. Emanuel Peter, Linke-Stadtrat, Rottenburg

Das grün-rote Streichkonzert setzt das CDU-Märchen von der „demografischen Rendite“ fort

In einem Offenen Brief kritisiert OB Neher das Verbot des Kultusministeriums, an Rottenburgs EBG eine sechste Parallelklasse im G9-Zug zu bilden. Jetzt werden 157 Kinder in fünf Klassen mit 31/ 32 Schülern gepresst. Landesweit sind 90 Prozent aller Eltern gegen Schavans achtjähriges Turbo-Gymnasium. Aber die Landesregierung richtet nur 44 „Modellschulen“ ein. Zugleich protestieren Eltern und Lehrer gegen die Streichung von ca. 14 Prozent der „Entlastungsstunden“, in Dusslingen sind es sogar 43 Prozent. Sie dienen der individuellen Förderung von Kindern bei Hausaufgaben, für Schülerbüchereien usw. An den neuen Gemeinschaftsschulen erhalten Lehrer für die Inklusion behinderter Kinder kaum eine Zusatzstunde.

„Gerecht“ ist für Lede-Abal (Grüne), wenn die Bildungsausgaben für alle Schulen gekürzt werden. Na, toll! Das grün-rote Streichkonzert setzt das CDU-Märchen von der „demografischen Rendite“ fort: Es seien Lehrkräfte „überflüssig“, weil die Schülerzahlen abnehmen. Dabei sind von ca. 91.000 über 10.000 gar nicht im Unterricht tätig, sondern z.B. in Verwaltung, Aus- und Fortbildung. In den Schulen führt die drastische Kürzungspolitik zu Bergen von Überstunden, erhöhten Krankenständen und Streichungen bei zusätzlicher Förderung. Auf der Strecke bleiben schwächere Schüler, für alle werden Auslese, Bulimie-Lernen und Leistungsdruck verschärft. Wer die Bildungsreform noch retten will, muss landesweit gegen die Streichung der 11.600 Lehrerstellen und der Entlastungsstunden eintreten, statt populistisch Lokallösungen zu fordern!

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