Nachrichten aus dem Kreisverband
CDU-Wahlwerbung zu den Schulen im Kreis Tübingen
Sprache ist verräterisch: „Wir schützen unsere Hauptschulen – Realschulen – Gymnasien.“ Die CDU schützt ihr dreigliedriges Schulsystem, aber nicht die Schüler! Sie schützt nicht die 35.000 Realschulabgänger, die 2010 trotz guter Noten an Beruflichen Gymnasien und Berufskollegs wegen fehlender Plätze abgewiesen wurden. Das nennt die CDU „Keinen Abschluss ohne Anschluss“.
Im achtjährigen Gymnasium herrscht in überfüllten Klassen „Bulimie-Lernen“ ohne Sinn und Verstand. Im „Kinderländle“ verlassen fast dreimal mehr Schüler mit Migrationshintergrund die Schule ohne Abschluss als bundesweit – Förderunterricht Mangelware, Stundenausfall im Überfluss. 43 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden wachsen bei uns in Armut auf und haben kaum Bildungschancen. In Mannheim (jedes vierte Kind in Armut!) erhalten arme Kinder in einer Förderschule mit Pflicht-Mittagstisch dünne Suppe, das Essen können sie nicht zahlen.
Aber CDU/FDP in Stuttgart und Rottenburg verweigern kostenloses Schulobst, obwohl Brüssel die Hälfte davon zahlen würde. Immer mehr Hauptschulen werden geschlossen - von den 525 neuen Werkrealschulen, mit Schickem Mediengetöse gefeiert, bleiben in fünf Jahren wegen Fehlplanung noch ca. 195 übrig. Dann gibt es im Flächenländle ca. 700 Kommunen ohne eine weiterführende Schule. Die CDU ist nicht einmal fähig, Schulgebäude zu „schützen“ und rechtzeitig zu sanieren: In Stuttgart verschleppt sie seit Jahren die Sanierung von 155 maroden Schulen. Das kostet jetzt 350-400 Mio. Euro. Damit längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung für jedes Kind Wirklichkeit werden, braucht es am 27. März einen mutigen Politikwechsel!

