Nachrichten aus dem Kreisverband
CDU braucht Nachhilfe in Pädagogik
Verzweifelt versucht die CDU, ihr ramponiertes Ansehen als Bildungspartei aufzupolieren. Ihre Blockade einer überfälligen Schulreform, ihr Flop mit der Werkrealschule, eine Ex-Bildungsministerin, die bei ihrer Promotion „systematisch und vorsätzlich“ betrog (Die Zeit) und ein achtjähriges Turbo-Gymnasium einführte, das immer noch 90 Prozent der Eltern ablehnen. Jetzt gründen viele Bürgermeister Gemeinschaftsschulen, wie von immer mehr Eltern gefordert.
In Rottenburg versucht die CDU mit einer „Diskussion“ zur Realschule ihre Blamage zu verkleinern. Das Thema „Vielfalt statt Einfalt“ kann sich nicht auf die Zusammensetzung des Podiums beziehen, da dort nur Personen mit derselben Meinung sitzen, wie so oft bei der CDU. Es kann auch nicht das dreigliedrige Schulsystem meinen, denn Vielfalt (Heterogenität) ist das Prinzip der Gemeinschaftsschule: Kinder entwickeln ihre verschiedenen Fähigkeiten unterschiedlich schnell. Deshalb sollen Kinder zwischen 6 und 16 Jahren in eine gemeinsame Schule gehen und sich gegenseitig beim Lernen helfen. In altersgemischten Gruppen mit individuellen Lehrplänen für jedes Kind unterstützen sie sich gegenseitig und entwickeln dabei wichtige soziale Fähigkeiten. Solidarisches Lernen fördert selbstbewusste Kinder, der sozialen Auslese wird vorgebeugt. Tübingens Französische Schule ist ein gutes Beispiel dafür. Offensichtlich braucht die CDU selbst Nachhilfe in Pädagogik. Statt eine Schulart willkürlich herauszugreifen, brauchen wir eine Gesamtlösung mit neuer Pädagogik und genügend Lehrerstellen!

