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Nachrichten aus dem Kreisverband

Foto: Alexander Gonschior
Gitta Rosenkranz

Gitta Rosenkranz, Stadträtin

Auf WHO alle einbeziehen

Wohnen ist ein Grundrecht. Wir benötigen dringend bezahlbaren Wohnraum, gerade für Angestellte im Dienstleistungssektor, die einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Stadt leisten. Programme wie „Fairer Wohnen“ sind ein erster Schritt, um Spekulationen Einhalt zu gebieten. Ein anderer ist, bestehende Wohngebiete zu verdichten. Dies soll auf Waldhäuser Ost realisiert werden, und die Diskussionen der Öffentlichkeit sind im vollen Gange.

Zum einen benötigen wir dringend neuen Wohnraum gerade für die oben genannten Gruppen. Zum anderen besteht die Angst, dass Waldhäuser Ost (WHO) zu einer Art Plattenbau light mutiert. Damit für alle eine gute Lösung gefunden werden kann, sind unter anderem. folgende Punkte wichtig:

Wirkliche Partizipation der Anwohner*innen und Akteur*innen auf WHO. Auch die dort arbeitenden Gruppen, wie Altenpfleger*innen und Erzieher*innen müssen in den Prozess mit eingebunden werden. Wirkliche Partizipation heißt, dass sie nicht nur angehört und informiert, sondern an den Entscheidungen mitbeteiligt werden. Gerade Projekte, die auf den ersten Blick sehr anziehend sind, können durch die Erfahrung und Sachkenntnis der Praktiker*innen besser oder in dem einen oder anderen Fall völlig anders umgesetzt werden. Dafür brauchen die Planer*innen aber die Offenheit und die Bereitschaft, eigene Pläne zu verändern.

Die unmittelbare Nähe zu Cyber Valley macht WHO als Wohnort attraktiv. Schon jetzt steigen dort oben die Mieten. Spekulationen und auf hohe Rendite ausgerichtete Investoren muss deutlich ein Riegel vorgeschoben werden.

Verdichten heißt nicht nur bebauen, sondern auch die nötige Infrastruktur umzusetzen. Dies heißt, dass wir Personal für Stadtteilsozialarbeit, Erzieher*innen für die Kitas etc. benötigen. Das kostet Geld. Die Folgen der Pandemie sind noch nicht abschätzbar, die Kommunen befürchten einen Einbruch der Einnahmen. Schnell ist gerade in der Realisierung der Rotstift angesetzt.

Gerade die Pandemie hat jedoch gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Stadtteil ist, damit die Menschen, die dort leben, sich mit diesem identifizieren können und nicht als bloße Schlafstätte wahrnehmen. Ich wünsche mir und besonders den Akteur*innen für 2021 einen lebhaften, streitbaren und kreativen Beteiligungsprozess auf WHO.