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Nachrichten aus dem Kreisverband

Felix Schreiber, Stadtrat der Linken

Abschiedsrede von Felix Schreiber

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Verwaltung, liebe Frau Dr. Arbogast, lieber Herr Soehlke, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

Tübingen ist eine Stadt die von ihren Studierenden geprägt wird. Insofern bedauere ich es, als einziger Student den Gemeinderat verlassen zu wollen. Ich hoffe es gelingt den Fraktionen in den kommenden Legislaturperioden mehr Studierenden Stadtpolitik interessant und relevant zu machen und so den Versuch zu unternehmen einen großen Teil der Tübinger Bevölkerung widerzuspiegeln.

In meiner Zeit im Tübinger Gemeinderat finde ich mich immer in einem Spagat zwischen politischer und wissenschaftlicher Partiallogik wieder, welche ich nur selten zu versöhnen weiß. Vieles ist mir hier bis heute fremd geblieben. Mein Austrittsgesuch sehe ich auch als Entscheidung, welcher Logik ich weiterverfolgen möchte. Ich stehe kurz vor meiner ersten Staatsprüfung in den Fächern Erziehungswissenschaft und Philosophie und werde voraussichtlich im Mai eine Promotionsstelle an der Tübingen School of Education antreten. Diese Zeit ist und wird für mich sehr turbulent. So sehr, dass ich meiner Gremienarbeit nicht zufriedenstellend nachkommen kann – ein Zustand, den ich nicht fahrlässig in Kauf nehmen möchte, um mich mit einem Mandat zu schmücken, das ich nicht ausfüllen kann. Daher bitte ich Sie, meinen Wunsch, mein Mandat niederzulegen, nicht zu verhindern.

Mein gerade stattfindender Umzug, zusammen mit meiner Frau, nach Rottenburg, rührt nicht nur aus unserer neuen Lebenslage, sondern auch aus der Unbezahlbarkeit der Tübinger Mieten, ein Thema, dass wir in unserer Fraktion nie aus den Augen verloren haben und dem hier – wenn auch auf anderen Wegen als wir es uns vorstellen – nachgegangen wird.

Abschließend möchte ich mich bei meiner Fraktion bedanken, und bei einer so kleinen, wenn auch für Die Linke doch beachtlichen Fraktion, ist es aus meiner Sicht möglich, individuellen Dank auszusprechen.

Ich möchte mich bei Dir, Gotthilf für Deinen Fokus und Deine Expertise in Inklusionsthemen bedanken, Deine Geduld und Deine herzliche Großzügigkeit. Danke Gitta für Deine Einfühlsamkeit und Menschenkenntnis, Deine ehrliche Ausgelassenheit. Liebe Gerlinde, herzlichen Dank für Deine Hilfe, wenn ich „Insiderdebatten“ nicht folgen konnte und für Deine Unterstützung beim Einstieg in ein so spezielles Gremium. Ohne Dich wäre meine Arbeit und überhaupt die Arbeit der Fraktion nicht zusammengekommen, Du hast den organisatorischen, und auch den inhaltlichen Rahmen geboten. Vielen Dank!