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"Made in Bangladesh" - Fast Fashion für die Welt

Veranstaltung mit Volker Rekittke

Donnerstag, 27. Februar 2020, um 19 Uhr

AWO-Heim, Rottenburg, Morizplatz 7

Kampagne für ein deutsches Lieferkettengesetz:

Wer profitiert, wer verliert bei „Fast Fashion“?

Jede/r von uns kauft durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke im Jahr. Vieles davon wird nur einmal angezogen und hängt dann im Schrank. „Keiner von uns braucht so viel Kleidung“, sagt der Reutlinger Forscher Kai Nebel angesichts der wachsenden Berge von Textilmüll. „Fast Fashion“, die schnelle Mode, ist eine der dreckigsten Industrien der Welt. Die Herstellung von Kleidung erzeugt mehr CO2, als der weltweite Flug- und Schiffsverkehr zusammen.

Die Bekleidungsindustrie wird in Ländern wie Bangladesch und Äthiopien, in mancher Hinsicht durchaus erfolgreich, als Entwicklungsstrategie eingesetzt – und erzeugt zugleich große soziale Verwerfungen. Bei umgerechnet 85 Euro liegt der monatliche Mindestlohn in Bangladesch, in Äthiopien nicht einmal bei der Hälfte. Arbeitsschutz und -rechte werden häufig nicht eingehalten.

Der Tübinger Journalist Volker Rekittke promoviert zum Thema Menschen- und Arbeitsrechte in den globalen textilen Lieferketten. Im September war er mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Dhaka (Bangladesch), konnte dort mit Gewerkschafter*innen und Forscher*innen sprechen und besuchte Textilunternehmen. In seinem Vortrag zeigt er Möglichkeiten auf, wie Umweltstandards, Menschen- und Arbeitsrechte sowie existenzsichernde Löhne in den globalen (textilen) Lieferketten umgesetzt bzw. verbessert werden können – zum Beispiel über die aktuelle Kampagne für ein deutsches Lieferkettengesetz für Unternehmensverantwortung.