Nachrichten aus dem Kreisverband

Katharina Poppei bewirbt sich um die Tübinger Landtagskandidatur der Linken

Renate Angstmann-Koch

Die Linke möchte noch vor der Sommerpause ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten für den Landtags-Wahlkreis 62 Tübingen nominieren. Sie lädt Mitglieder und Freunde für Sonntag, 27. Juli, zu einer Wahlkreisversammlung ein. Beginn ist um 14 Uhr in der Aula Uhlandstraße in Tübingen.

Der Vorstand des Tübinger Kreisverbands mit über 500 Mitgliedern empfiehlt die 31-jährige Software-Entwicklerin Katharina Poppei als Landtagskandidatin. Sie ist bisher die einzige Bewerberin. Weitere Interessierte können sich noch melden. Die Versammlung kann zusätzlich einen Ersatzkandidaten oder eine Ersatzkandidatin wählen.

Katharina Poppei ist in Albstadt geboren. Sie hat in Balingen Abitur und in Albstadt eine Ausbildung zur IT-Systemkauffrau gemacht. Seit 2019 lebt sie in Tübingen, wo sie Informatik mit dem Schwerpunkt Softwareentwicklung und nachhaltige IT studierte. Seit 2023 arbeitet sie in ihrem Beruf, seit Juni in der Photovoltaik-Branche.

„Ich möchte eine linke Stimme im Landtag sein, die Tübingen mit einer sozialen, klassenbewussten, antifaschistischen und queer-feministischen Politik vertritt, die niemanden zurücklässt“, begründet Poppei ihre Bewerbung. Sie hat den Tübinger CSD-Verein mitgegründet und war drei Jahre lang dort Vorsitzende. Soziale Gerechtigkeit sei schon immer tief in ihrem Handeln verankert gewesen, sagt Poppei, die Anfang des Jahres der Linken beigetreten ist. Sie will sich für eine Politik engagieren, „die auf Augenhöhe mit den Menschen spricht und ihnen zuhört“. Neben Queer-Politik sind Poppeis Schwerpunkte Klimagerechtigkeit, Wohnen und Antifaschismus.

Bei der Wahlkreisversammlung sind nur Parteimitglieder stimmberechtigt, die mindestens 16 Jahre alt sind und in einer der Gemeinden wohnen, die zum Landtags-Wahlkreis 62 gehören. Das sind Ammerbuch, Bodelshausen, Dettenhausen, Mössingen, Neustetten, Ofterdingen, Rottenburg und Tübingen.

An die Wahlkreisversammlung schließt sich eine Mitgliederversammlung an. Sie wählt unter anderem zehn Vertreterinnen und Vertreter des Tübinger Kreisverbands für die Versammlung zur Aufstellung der Landesliste der Linken am Samstag, 20. September.

Die Landtagswahl ist am 8. März 2026. Erstmals wird mit Erst- und Zweitstimme gewählt. Die Linke rechnet sich nach ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl, bei anhaltendem Mitgliederzuwachs und guten Zustimmungswerten in Umfragen große Chancen aus, erstmals in den baden-württembergischen Landtag einzuziehen und dort soziale Gerechtigkeit einzufordern.