Nachrichten aus dem Landesverband

Heidelberger Druckmaschinen steigt ins Rüstungsgeschäft ein – Die Linke kritisiert Abhängigkeit von Kriegsprofiten

Die Heidelberger Druckmaschinen AG will künftig militärische Komponenten liefern. Möglich macht das eine Kooperation mit dem Rüstungszulieferer-Unternehmen Vincorion. Während der Börsenkurs nach Bekanntgabe des Deals stark anstieg, warnt Die Linke vor einem gefährlichen industriepolitischen Kurs.

Sahra Mirow, Bundestagsabgeordnete der Linken, kritisiert:

„Rüstung ist kein Innovationsmotor, sondern eine Gefahr für den Frieden. Rüstung schafft keine Sicherheit – sie heizt Konflikte an und macht unsere Industrie abhängig von Aufrüstung und Spannungen.“

Die Linke fordert gezielte Subventionen für die Transformation hin zu nachhaltiger Produktion – anstelle von marktwirtschaftlichem Druck, der Unternehmen in die Waffenproduktion treibt.

„Wir brauchen Investitionen in Energie- und Verkehrswende, nicht in Kriegswirtschaft. Es geht darum, Arbeitsplätze zu erhalten, ohne an der Eskalation globaler Konflikte zu verdienen“, so Mirow weiter.

Kim Sophie Bohnen, Landtagskandidatin der Linken Heidelberg, erklärt:

„Es ist ein fatales Signal, wenn immer mehr zivile Industrie an der Aufrüstungsspirale mitwirken, um kurzfristige Gewinne für die Aktionäre an der Börse zu generieren. Der Staat muss die Wirtschaft dabei unterstützen in eine klimafreundliche und soziale Produktion zu investieren und die Jobs sichern.

„Von Heidelberg darf künftig kein Kriegsmaterial in die Welt geliefert werden“ ergänzt Bohnen.