„Im Landeselternbeirat (LEB) herrscht Frustration ohne Ende.“ Mit diesen Worten hat die LEB-Vorsitzende Staab (CDU-Stadträtin) nach fünf Jahren den Bettel geworfen. Das Engagement für echte Ganztagsschulen, für die Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung, gegen die „generell mangelhafte Personalpolitik“ von Helmut Rau und die jetzige Sparwut von Stächele (Stellenstreichungen wegen der „Lehrerschwemme“) - von den Vorschlägen des LEB „hat keiner Gehör gefunden“: „Die Regierung nimmt die Realität in den Schulen nicht zur Kenntnis.“ Staabs Rücktritt ist ein politischer Sargnagel für Rau und die CDU-Bildungspolitik. Denn sie entmündigt Schüler, Eltern und Lehrer und will den Protest von 450 Grund- und Hauptschulrektoren einschüchtern. Statt Unterrichtsausfall und überfüllte Klassen zu verhindern, das Fehlen von 750 Lehrkräften an Berufsschulen zu beseitigen und alle Schüler individuell zu fördern, schließt Stuttgart aus Kostengründen 893 kleine Hauptschulen und lehnt Forderungen von Bürgermeistern nach einzügigen Werkrealschulen rüde ab.
Zwei deutsche Bundesländer sind mit Österreich die einzigen in Europa, in denen Kinder mit zehn Jahren aussortiert werden. Längst kritisieren CDU-Politiker wie Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust offen den Stuttgarter Starrsinn: „Dieser alte bildungspolitische Ansatz, (..) diese Dreiteilung ist Ausdruck veralteten, ständischen Denkens. Das passt nicht mehr in die Zeit.“ Über die Alternative eines längeren gemeinsamen Lernens spricht auf Einladung von BfH/ Die Linke der Ravensburger „Hauptschulrebell“ Rudolf Bosch deshalb am 5.2. in Rottenburg (Hotel Martinshof, 19 Uhr).
Dr. Emanuel Peter, Stadtrat Rottenburg Die Linke