Erster Tübinger "Schwabenstreich" gegen Stuttgart 21 am 9. August 2010.
Tübinger GegnerInnen von Stuttgart 21 rufen zum Schwabenstreich auf, beginnend mit dem 17. August 2010 jeden Dienstag um 19 Uhr auf der Tübinger Neckarbrücke. Wir wollen eine Minute lang Lärm machen und so ausdrücken, dass es nicht nur in Stuttgart selbst, sondern auch im ganzen Land Widerstand gegen Stuttgart 21 gibt. Denn Stuttgart 21 wird sowohl während der Bauzeit wie auch danach negative Folgen für den Regionalverkehr haben. Denn die in Stuttgart vergrabenen Milliarden stehen für Projekte in den Regionen nicht mehr zur Verfügung.
Der Ausdruck Schwabenstreich bezeichnet “eine wagemutige Handlung, die gewisse intellektuelle Fähigkeiten voraussetzt, und in der Regel einen vorteilhaften Ausgang für den Handelnden hat” (Wikipedia). Diese kleinen Versammlungen mit kurzem Lärm zu einer festgesetzten Zeit wurde von den StuttgarterInnen entwickelt, um den Protest hör- und sichtbar zu machen. Möglich ist das Tröten einer Vuvuzela, das Benutzen von Trillerpfeifen, das Schlagen gegen Kochtöpfe, das Beschallen mit lauter Musik, das Läuten von Kirchenglocken, Schreien, Singen, chorisches Skandieren und vieles mehr.

Die Zeit ist reif für einen grundlegenden Politikwechsel im „Kinderland“ Baden-Württemberg. Für dieses Ziel will sich der Kreisverband Tübingen der Linken gemeinsam einsetzen und rechnet sich gute Chancen aus, bei der nächsten Landtagswahl im März 2011 eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten in den Landtag zu entsenden.
Das Versagen in der Schulpolitik, der Atomlobbyismus, der Stuttgart-21-Wahnsinn, die Hilflosigkeit bei der Krisenüberwindung, die Vernachlässigung solider Gemeindefinanzen und die willkürlichen Sozialkürzungen auf dem Rücken von Kindern, Familien, Arbeitslosen und Rentnern – täglich wird die Liste der schwarz-gelben Zumutungen länger und unerträglicher. Deshalb braucht die Bevölkerung eine soziale Opposition mit Rückgrat, die endlich wieder die Interessen und den wachsenden Protest von Arbeitslosen, Beschäftigten, Familien und Kindern im Landtag einbringt.
Seit der Gründung der Linken hat sich die Mitgliederzahl fast verdoppelt, wurde ein Ortsverband in Rottenburg gegründet und nahm die Anzahl der Mandatsträger in den Gemeinderäten Tübingen, Rottenburg und im Kreistag zu. Aufgrund der vielfältigen und jahrelangen Erfahrungen in den Gremien, in sozialen Initiativen wie z.B. in der Kreisarmutskonferenz, im DGB-Arbeitskreis und in Gewerkschaftsgliederungen verfügt der Kreisverband über ein reichhaltiges Angebot an Kandidatinnen und Kandidaten. Für den verkleinerten Wahlkreis Tübingen haben sich fünf Bewerber(innen) gemeldet, die Soziologin und Religionswissenschaftlerin Claudia Haydt (43), der Wirtschaftsinformatiker Stephan Lorent (48), der Stadtrat und Lehrer Dr. Emanuel Peter (58 Jahre), der gelernte Bankkaufmann Wolfgang Schäfer (51) und der Kreisrat und Landesgeschäftsführer der Linken Bernhard Strasdeit (55).
Auf zwei Wahlveranstaltungen haben sich die Kandidatin und die Kandidaten vorgestellt, am 20. Juli in Tübingen und am 28. Juli in Rottenburg, bevor eine Wahlkreisversammlung Mitte September über die Kandidaturen beschließt. Der Kreisvorstand betont, dass im Unterschied zur CDU, alle Versammlungen und Diskussionen öffentlich und solidarisch sein werden.
Wahlkreisversammlung zur Landtagskandidatur im Wahlkreis Tübingen
Freitag, 17. September 2010, 19:30 Uhr, Tübingen, Bürgerheim, Schmiedtorstr. 2
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Überall fehlen Kita- und Hort-Plätze und die Landesregierung schaut tatenlos zu... Das kann und darf so nicht weitergehen: Für Banken und die wirtschaftspolitischen Fehler der letzten Jahre sind Milliarden da. In den Bereichen Bildung, Kinderbetreuung und Investitionen in Daseinsfürsorge und nachhaltige Infrastruktur werden Jahr für Jahr neue Sparprogramme aufgelegt! Die Stuttgarter Regierung spart so das Land, die Menschen und ihre Zukunft kaputt!
DIE LINKE meint: Kitas braucht das Kinderland - JETZT!